قرفة سيلانية
qirfa saylaniyya
0,5–1%
ätherisches Öl
der trockenen Rinde
50–65%
Zimtaldehyd-Anteil
des flüchtigen Öls
<0,005%
Cumaringehalt
100× weniger als Cassia
4 g
Ausbeute pro Röllchen
5 g feinstes Alba
Der Ceylon-Zimtbaum oder Echter Zimtbaum ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Die ursprüngliche Heimat ist Sri Lanka. Heute wird diese Art ebenfalls in vielen tropischen Ländern und Staaten wie Madagaskar und Sansibar angebaut. Er ist die Quelle für den Ceylon-Zimt.
Ceylon-Zimt ist Cinnamomum verum, die einzige Art, die die europäische Pharmakopöe unter dem bloßen Wort „Zimt" anerkennt. Er wächst fast ausschließlich im feuchten Südwestgürtel Sri Lankas, rund um Negombo, Galle und Matara, wo Monsunluft auf sandigen Korallenboden trifft. Das Endprodukt ist eine bleistiftdünne Mehrfachstange: bis zu zehn federfeine Streifen Innenrinde, von Hand zu einer einzigen Zigarre gerollt. Das Aroma ist weicher als Cassia, trägt eine deutliche Eugenolnote nahe an Nelke und Piment, einen Hauch Zitrus und kaum Cumarin — weshalb er der einzige Zimt bleibt, den Kinderärzte noch empfehlen. Nach Quilldurchmesser und Reinheit in Alba, C5 Special, M5 bis H1 sortiert, wobei Alba die feinste Güte ist.
Sri Lanka, Sri Lanka.
Sri Lanka
Sri Lanka · Negombo, Sri Lanka
Junge Triebe niedrig geschnitten, wenn die Stämme Bleistiftdicke erreichen. Stockausschläge liefern die berühmte feine Rinde.
Triebe nach den Regen geschnitten, wenn die Rinde geschmeidig ist — zwei Schnitte jährlich, nur Morgenernte.
Der Koskola-Schäler kratzt den äußeren Kork ab, hebt dann die dünne Innenrinde in langen Bahnen mit einem Messingstab.
Hunderte dünner Bahnen ineinandergeschoben zu einem Röllchen — Handwerk von Vater zu Sohn in der Salagama-Kaste.
Auf Matten im Inneren — direkte Sonne bleicht und reißt Ceylon. Tägliches Wenden, Feuchtekontrolle, bis die Röllchen starr sind.
Von Alba (feinstes, 6 mm) bis Continental C5, C4. Sortiert nach Dicke, Farbe und Ausbeute pro kg.
Die Moleküle, die es nach Kampot schmecken lassen — und nach nichts anderem.
GC-MS des sri-lankischen C. verum Alba: Zimtaldehyd führt, doch Eugenol, Linalool und Benzylbenzoat bauen ein blumig-würziges Bouquet.
0,8%
Ätherisches Öl
Alba-Rinde
58%
Zimtaldehyd
des flüchtigen Öls
7%
Eugenol
Ceylon-Signatur
100+
Flüchtige Stoffe
pro Grad identifiziert
Die süße Wärme — weicher als in Cassia, lässt Raum für andere Noten.
Nelkenwärme — die Ceylon-Signatur, in den meisten Cassias fehlend.
Weich balsamisch, bringt Tiefe ohne Schärfe.
Floraler Lavendel, hebt das Profil Richtung Parfum.
Fruchtig-blumige Brücke zwischen Zimtaldehyd und Eugenol.
Holzig-pfeffrige, leise Basisnote.
Nur Spur — 100× weniger als Cassia.
| Pfeffer | Zimtaldehyd | Ätherisches Öl |
|---|---|---|
★ Alba (Sri Lanka) Negombo · feinste 6-mm-Röllchen | 1,1% | 0,9% |
C5 Special Matale · Exportpremium | 0,9% | 0,8% |
C5 Regular Kandy · Standardgrad | 0,8% | 0,7% |
C4 Gröber, Industriebäckerei | 0,7% | 0,6% |
Cassia (Kontrast) Vietnam · 100× mehr Cumarin | 4,5% | 1,8% |
Wie die Welt damit kocht.
3 Signaturgerichte
Ceylon-Zimt würzt Reis, Currys und Süßes der Insel — die Rinde ist alltägliches Gewürz, nicht nur Dessert.
Kokosmilchreis mit Ceylon-Röllchen parfümiert — im Morgengrauen mit Lunumiris serviert.
Niederländisch-Burgher-Reispäckchen mit Rind, Fisch-Cutlet und Ceylon im Masala.
Saures Fischcurry mit Goraka, Pfeffer und Ceylon.
Wie man es nennt, von Phnom Penh bis Palermo.
قرفة سيلانية
qirfa saylaniyya
সিলন দারুচিনি
silon daruchini
錫蘭肉桂
xīlán ròuguì
Ceylon-Zimt
Ceylon Cinnamon
Cannelle de Ceylan
असली दालचीनी
asli dalchini
Kayu manis Ceylon
Cannella di Ceylon
セイロンシナモン
seiron shinamon
실론 계피
sillon gyepi
Kayu manis Ceylon
Ceylon kaneel
Canela do Ceilão
Цейлонская корица
tseylonskaya koritsa
කුරුඳු
kurundu
Canela de Ceilán
இலங்கை இலவங்கப்பட்டை
ilangai ilavangapattai
อบเชยซีลอน
op choei silon
Seylan tarçını
سیلون دارچینی
ceylon darchini
Quế Ceylon
Süß
Getränk
Botanisch trägt nur Cinnamomum verum (wörtlich 'echter Zimt') streng den Namen. Cassia-Arten — C. cassia, C. loureiroi, C. burmannii — werden kommerziell als 'Zimt' etikettiert, sind aber genetisch verschieden und cumarinreich. EU und Sri Lanka erzwingen die Trennung; US-Etiketten oft nicht, daher ist US-'Cinnamon' meist Cassia.