يانسون نجمي
Yansoun najmi
Illicium verum
Lateinischer Name
nicht verwandt mit mediteranem Anis
Guangxi
größter Produzent
Chinas Guangxi-Region, 80 % des Weltangebots
8
Zacken pro Stern
jedes Karpell enthält genau einen Samen
80–90
% trans-Anethol
die aromatische Verbindung, verantwortlich für den Geschmack
Der Echte Sternanis ist eine Pflanzenart in der Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Der Echte Sternanis wächst in tropischen Gebieten und die reifen Früchte werden als Gewürz und medizinisch genutzt.
Chinesischer Sternanis — Illicium verum — ist die getrocknete Frucht eines immergrünen Baumes aus der südchinesischen Provinz Guangxi und der vietnamesischen Region Lang Son. Noch grün geerntet, öffnet sich der achtzackige Stern beim Sonnentrocknen und nimmt eine rostrote Farbe an; dabei konzentriert sich das Anethol, das ihm sein warmes Lakritzaroma verleiht — dasselbe Molekül wie im Anis, aber weit intensiver. Er ist der Schlussstein des chinesischen Fünf-Gewürze-Pulvers, parfümiert vietnamesische Pho-Brühen und kantonesisches Rotgeschmortes und liefert industriell die Shikimisäure für Tamiflu. Botanisch ist er nicht mit Anis verwandt — das gemeinsame Aroma ist konvergente Evolution.
Illicium verum wird in Guangxis Kalksteinhügeln gepflanzt. 6 Jahre ohne Ernte; Bäume tragen dann 100 Jahre lang ununterbrochen Früchte.
Der Haupt-Frühlingsschwung: Grüne, noch geschlossene Sterne werden mit Langstielstangen von Ästen geschnitten. Sich öffnende Sterne verlieren schnell aromatische Verbindungen.
Die kleinere zweite Ernte. Herbststerne sind oft dunkler und etwas weniger potent — für Extrakt und Sternanisöl-Produktion in Guangxi verwendet.
Sterne 3–5 Tage auf Bambusmatten ausgelegt bis rötlich-braun und durchgetrocknet. Farbe ist das Gütesignal: tiefes Rost = frisch; helles Beige = alt.
Den Stern aufbrechen, um Schnittflächen freizulegen — Anethol diffundiert 3x schneller von gebrochenen Kanten. Im Schmorgericht reichen 8 Minuten; vor dem Servieren entfernen.
Die Moleküle, die es nach Kampot schmecken lassen — und nach nichts anderem.
Sternanis ist die dichteste natürliche trans-Anethol-Quelle der Welt. Aus demselben Stern stammt auch Shikimisäure, der Vorläufer von Oseltamivir (Tamiflu).
10%
Ätherisches Öl
aus Trockenfrüchten
85%
trans-Anethol
des äth. Öls
7%
Shikimisäure
Trockengewicht, Tamiflu
13×
Süßer als Saccharose
Wahrnehmung Anethol
Süßes Lakritz — wird 13× süßer als Zucker wahrgenommen.
Estragon-Anis.
Helle Zitrus — hebt die Basis.
Pinien, kühl — grüne Schärfe.
Blumig, weich.
Fenchel-Anis.
| Pfeffer | Piperin | Öl |
|---|---|---|
★ Chinesisch (Guangxi) China · weltweit Standard, lebensmittelsicher | 85% | 10% |
Vietnamesisch (Lang Son) Vietnam · gleiche Art, etwas weniger Öl | 82% | 9,0% |
Japanischer Sternanis ⚠ Illicium anisatum · GIFTIG, Anisatin | — | — |
Anis (Pimpinella anisum) Mittelmeer · andere Pflanze, ähnliches Aroma | 94% | 3,5% |
Fenchelsamen Apiaceae · Anethol + Fenchon | 60% | 5,0% |
Wie die Welt damit kocht.
3 Signaturgerichte
Bājiǎo (八角, 'acht Hörner') ist strukturell für Rotbraisen, Master-Stocks und die Definition von Fünf-Gewürze-Pulver.
Sternanis, Sichuan-Pfeffer, Fenchel, Nelke und Cassia — Anis dominiert.
Ewige Brühe aus Soja, Kandis, Ingwer und ganzen Sternen — seit Generationen für Schmorfleisch.
Rot-geschmorter Schweinebauch — zwei ganze Sterne pro Topf geben die süße Lakritz-Unterströmung.
Wie man es nennt, von Phnom Penh bis Palermo.
يانسون نجمي
Yansoun najmi
八角
Bājiǎo
Sternanis
Star anise
Badiane
אניס כוכב
Anis kokhav
चक्र फूल
Chakra phool
Bunga lawang
Anice stellato
八角
Hakkaku
팔각
Palgak
Bunga lawang
Steranijs
بادیان
Bādiān
Anyż gwiazdkowy
Anis-estrelado
Бадьян
Badyan
Stjärnanis
Anís estrellado
அன்னாசி பூ
Annasi poo
โป๊ยกั๊ก
Poy gak
Yıldız anason
بادیان خطائی
Badian khatai
Hoa hồi
Eiweiß
Süß
Getränk
Nein — sie teilen denselben Schlüsselaromaverbindung (trans-Anethol), sind aber botanisch nicht verwandt. Normaler Anis ist Pimpinella anisum, ein kleines Mittelmeergewürz. Sternanis ist Illicium verum, ein subtropischer Baum aus Guangxi, China. Die Geschmacksähnlichkeit ist ein chemischer Zufall, wie zwei unverwandte Bands dasselbe Lied covern.